Was ist schon von einem Jahr zu erwarten, das mit lauter Krisen(-meldungen) beginnt? Die Bahn streikt, Landwirte sind verärgert und blockieren die Straßen, Inflation und Materialpreise machen das Bauen für Menschen mit normalem Verdienst fast unmöglich, private Heizungen sollen umgerüstet werden, was auch eine Menge Geld kostet, immer mehr Flüchtlinge kommen, für die Staat und Kommunen viel Geld brauchen, das anderweitig dann fehlt, die Stadt muss sparen – Krisen und Frust überall. Nur gut, dass die GRÜNEN an allem schuld sind! Wenn das nur so einfach wäre. Über Jahrzehnte haben es mächtige Verbände geschafft (Bauernverbände, welche die Agrarindustrie im Blick haben, nicht aber unsere hiesigen ‚Klein‘betriebe, Energiewirtschaft …), über die verschiedenen, meist konservativ geführten Regierungen Reformen zu blockieren. Wir haben uns alle bequem im Status Quo eingerichtet, aber jetzt bricht alles leider gleichzeitig auf, bedingt durch vielfältige internationale Krisen und ja, auch durch die GRÜNEN, die dieses Land endlich modernisieren wollen und anpacken. Solche Veränderungen und Umbrüche bereiten manchen Sorgen, machen vielleicht sogar Angst. Der Wunsch nach einfachen Lösungen ist nachvollziehbar, aber gleichzeitig auch der Highway für populistische Scharlatane, die sich als Heilsbringer darstellen, den Schlamassel aber durch Nichts- Tun selbst mit verursacht haben oder die ihre Chance in billigen Parolen sehen, die an der Realität aber wie Seifenblasen zerplatzen werden. Es wird nicht einfach werden, auch nicht in Weingarten. Es gilt die Altlast Schulhaussanierungen zu stemmen; den Neuankömmlingen jedweder Hautfarbe in der Stadt eine offene und lebendige Stadtgesellschaft zu sein, die alle als Mit-Menschen akzeptiert und willkommen heißt und ihnen die Chance bietet, sich in diese Gesellschaft einzubringen; ÖPNV und Radwege zu modernisieren und sie für die Anforderungen der Zukunft zu ertüchtigen. Ein ‚Weiter-wie Bisher‘ können wir uns einfach nicht mehr leisten. OB Moll hat in seiner Neujahrsansprache zurecht das herausragende Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger für ihre Stadt betont. Wenn wir uns diesen Herausforderungen gemeinsam stellen und bereit sind, die notwendigen Veränderungen mitzugestalten und mitzutragen, dann werden wir es auch schaffen. Und bei aller notwendigen Veränderung den ‚sozialen Kitt‘ erhalten. Dafür setzen wir GRÜNEN uns ein. Machen Sie mit. Dann kann es ein gutes Jahr werden.
Für die Fraktion Bündnis 90 / Die GRÜNEN, Alexander Jürgens
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